Finkenwerder

Hamburg

Buchholz

In der Mitte ist rechts der Stadtkern Hamburgs und links Finkenwerder, westlichste bewohnte Hamburger Elbinsel, abgesehen von Neuwerk, zu sehen. Auf diesem Bild gab es das Mühlenberger Loch noch nicht. Dazu wurde das helle Dreieck am westlichen Ende, bis auf die Spitze für den Flugzeugbau B&V wegen deren Wasserflugzeuge seinerzeit ausgebaggert. Die Spitze, Schweinesand genannt, verschmolz langsam mit Krautsand, blieb aber Hamburger Stadtgebiet. Die rote Linie quer durch Finkenwerder war zu der Zeit die Grenze Hamburgs und Preußisch Finkenwerder, auch Lünborger Siet (Lüneburger Seite), genannt. Manchmal hat es auch zwischen den jüngeren Bewohnern beider Seiten „zu Spannungen“ geführt und man konnte den Satz: „Wü könt unse Hünner alein peddn“ hören. Und so fing es an, jedenfalls stand es mal so in etwa im Hamburger Abendblatt: Hamburg kam damals billig in den Besitz der Elbinsel, die in strategischer wichtiger Lage direkt vor Hamburgs Toren liegt. Ein verarmter Graf, Schuldner aus dem heutigen Schleswig-Holsten, hatte sie verpfändet und konnte sie nicht mehr auslösen. Der Gläubiger, ein reicher Handelsherr aus Hamburg erhielt die Insel als Pfand. Im April 1445, übereignen dann Graf Otto II. von Holstein-Pinneberg dem Textilkaufmann Erich von Tzeven aus der Hansestadt, die nördliche Hälfte von Finkenwerder gegen Erlass und Erstattung unbezahlbar hoher Außenstände. So habe ich es verstanden. Der spätmittelalterliche Grundstücksdeal zwischen den Parteien sichert der aufstrebenden Elbmetropole Hamburg eine Immobilie von unschätzbarer wirtschaftlicher und militärischer Bedeutung: Die Insel versorgt Hamburg mit Lebensmitteln, schützt die Schifffahrt auf dem großen Strom und nimmt später Kutterhafenanlagen, Werften und Fabriken auf. Und neuerdings auch sehr viele Ausländer, die, wie ich im Mai 2023 in der Eisdiele gesehen habe, 90 Prozent der Gäste ausmachten. Es war an einem Dienstag. Da müssen wohl die Deutschen noch gearbeitet haben. Aber das nur so nebenbei. Heute ist das ehemalige Naturparadies ein Hotspot großstädtischen Lebens an der Elbe Auen: Airbus oder Blohm + Voss oder MBB genannt, schaffen für Arbeitsplätze und Prestige, der legendäre Gorch Fock dichtete sein Ruhmeslied der deutschen Hochseefischerei, die Finkenwerder Scholle labt die Mägen und die Finkwarder Speeldeel das Gemüt und nicht den Finkenwerder Herbstprinz dabei zu vergessen. Auch Eduard Bergheer, der meinen Vater als junger Maurer in seiner Nesskate gemalt hat, möchte ich hierbei erwähnen. Das Bild von meinem Vater hängt nun in der Hamburger Kunsthalle. Damals aber war der „Vinkenwerder“ über weite Strecken wüst und leer. Ursprünglich sind es sogar zwei Inseln gewesen. Der südliche der beiden Werder entstand wahrscheinlich nach und nach aus der Süderelbe, die heute abgesperrt ist und heute als schützenswertes Naturreserwart gilt, während der nördliche sich aus der Norderelbe herausbildete. So vermutet Friedrich Wilhelm Bodemann 1860 in seinen „Denkwürdigkeiten der Elbinsel Finkenwerder, sowie der benachbarten Eilande“. Mit der Zeit wuchsen die Werder immer mehr zusammen, bis sie nur noch eine schmale Elbrinne, die „Landscheide“, trennt. Heute ist diese Landscheide ein Graben, der südlich der parallel verlaufenden Straße mit gleichem Namen, immer noch unübersehbar vorhanden ist. Auf diesem Landscheidegraben sind wir, wie bereits an anderer Stelle beschrieben, auch schon mit Schlittschuhen zum Unterricht zur Westerschule gelaufen, als unsere Aueschule renoviert wurde. Im Ursprung stammt der obige Textteil aus dem Hamburger Abendblatt.

Und so sieht es heute bei Nacht aus.

Von den Schollen und dem Finkenwerder Herbstprinz träume ich immer noch. Auch von den typischen Geräuschen der Eimerbagger, wenn sie die Elbe vertieft haben, von den Niethämmer der DW und dem Tuten der Schiffe bei Nebel, der wie eine Glocke über Finkenwerder lag und von dem typischen Geruch der Gräben, den wir Grunnmo genannt haben, wenn die Sonne schien und es mal richtig warm war.

Irgendwo habe ich gelesen, dass der Apfel ursprünglich in Kasachstan, also Asien, zu Hause war. Vor über 2000 Jahren ist er dann über die Seidenstraße nach Europa gekommen. Dort hat er den Römern bei ihren Feldzügen in den Norden, also zu uns, als Nahrungsergänzungsmittel gedient. Ob es den Finkenwerder Herbstprinz damals schon gab, kann ich nicht sagen. So alt bin ich nun denn doch noch nicht.


Es handelt sich bei dieser HP um mich, nochmals um mich, danach immer noch um mich und dann auch um das bisschen, was ich von meinen Ahnen und von Finkenwärder behalten habe. Dabei weiß ich wenig, der liebe Gott weiß alles und dann gibt es noch Mitmenschen die wissen noch mehr als er, von denen sich aber einige nicht auf die Zunge beißen dürfen, um sich nicht selbst zu vergiften!


Baubeginn war am 23.2.2009.


Diese HP hat keinen kommerziellen Hintergrund, sie soll einzig und allein meinen Nachkommen zeigen, wo sie herkommen, bevor alles in Vergessenheit gerät!

Falls jemand sich durch diese HP in seine Rechte verletzt oder diskriminiert fühlt, tut es mir aufrichtig leid. Derjenige möge sich dann bei mir per Anruf, E-Mail oder schriftlich melden, damit das „Problem“ ohne Rechtsstreitigkeiten sofort aus der Welt geschafft werden kann. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme wird im Sinne der Schadenminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen. Für Veränderungen, Manipulationen sowie hinzufügen von urheberrechtlich geschützten Dateien und Viren oder anderen Risiken, welche auf Grund von Übertragungen entstehen, die durch Dritte unbefugt vorgenommen werden, übernehme ich keine Verantwortung.

Sollten jemand Interesse an Teilen dieser HP oder an deren Bildern haben, dann möge derjenigen sich, in der Hoffnung auf einen regen Austausch, an mich wenden.

Und immer daran denken, die Bilder zu beschriften mit:

Wer ist wann, wo und warum

fotografiert worden. Sonst sind die Bilder schon nach 2 Generationen wertlos! Und wenn jemand meint, ich hätte zu viele Bilder hier eingebaut, kann ich nur darauf antworten:„Ein Bild sagte mehr als Tausend Worte“!


Wen du dat so wied schafft hess, den kans man ok glik gans rinkom. De Dör is opn.

Ober ped mi nich upn Ledn.


Den Ausdruck Ledn kenne ich seit frühester Jugend von meinen Großeltern und von meinem Großonkel Otto Baack aus deren Häusern. Mit Ledn ist der schmale Holzübergang unter den Türen von einem Raum zum anderen Raum gemeint. Im Frühjahr, beim Großreinemachen, wurden diese Holzteile, die ja den unbeabsichtigten Fußtritten schutzlos ausgeliefert waren, besonders gründlich gereinigt, eventuell geschliffen und danach lackiert. Zuletzt habe ich es von meinem Großonkel Otto in seinem Haus am Nessdeich gehört und gesehen.

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Konzeption, Design und Realisierung: Ich
Texte: Ich
Fotos: Meine, die meiner Familie und meiner Freunde, und davon habe ich reichlich Gebrauch gemacht, da Bilder, wie bereits oben erwähnt, mehr aussagen können als Tausend Worte!


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Hans Dieter Albrecht

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An Alle die nun hinter meinem Rücken über mich reden: Ein herzliches Dankeschön, dass ich, wenn auch nur für einen kurzen Augenblick, im Mittelpunkt ihres Lebens stehen durfte!

Und hier mein Stammbaum

und noch etwas: